Inspirationen

Die 17 Bewusstseins-Stufen

Das ganze Leben ist ein Rorschach-Test. Es kleckst uns allen dieselben Tintenflecke vor die Augen, und doch sehen wir unterschiedlichste Dinge. Für den Einen ist der Fleck, der die Welt bedeutet, ein Dämon, der hinter ihm her ist. Für den Anderen ein Schmetterling und den Nächsten eine fette Zwiebel, die ihn jedes Mal zum Heulen bringt, wenn er auch nur kurz daran riecht.

  • Wie und warum sehen wir uns und die Welt, wie wir sie sehen – und nicht anders?
  • Welche Erfahrungen machen wir, und wir ordnen wir sie ein?
  • Warum sehen, denken, fühlen, fürchten und tun wir, was wir sehen, denken, fühlen, fürchten und tun?

Über Steve Pavlina’s Blog bin ich auf den Mediziner und Philosophen David R. Hawkins und seine Theorie gestoßen. Er schreibt in seinem Buch „Power vs. Force“ über die 17 Stufen des Bewusstseins, auf denen sich Menschen entwickeln – oder auf denen sie feststecken. Die Stufen sind kein spiritueller Schwanz- oder Brustvergleich, kein „ätsch, ich bin weiter als Du“, und auch kein Sekten-Schwachsinn. Sondern eine einfaches, aber mächtiges Werkzeug, das Dir dabei helfen kann, besser zu verstehen:

  • wo Du selbst und Deine Mitmenschen im Leben stehen
  • was Dich antreibt oder aufhält
  • welche Stufen Du als nächste anstreben kannst (man kann kaum direkt von einer niedrigen zu einer sehr hohen Stufe springen)

Die 17 Stufen lauten, von der niedrigsten zur höchsten: Scham, Schuld, Apathie, Trauer, ANGST , Begehren, Ärger, Stolz, Mut, Neutralität, Bereitschaft, Akzeptanz, Verstand, Liebe, Freude, Frieden und Erleuchtung.

Wir springen an vielen Tagen zwischen verschiedenen Stufen, ziehen uns dann jedoch immer wieder zurück auf unser „normales“, das in uns vorherrschende Level.

Hier sind sie, die 17 Bewusstseins-Stufen (in die Beschreibung fließen Hawkins
und Pavlinas Definitionen sowie meine Gedanken ein):

1. Stufe: Scham
Die meisten von uns schämen sich hin und wieder oder kennen das Gefühl aus ihrer Vergangenheit. Die niedrigste Bewusstseinsstufe geht darüber jedoch weit hinaus: Am Arsch. Völlig fertig. Purer Selbsthass. Auf dem Brückengeländer stehen und vielleicht runterspringen oder nach Hause gehen und einen widerlichen Plan schmieden, wie man noch ein paar Unschuldige mit ins Verderben reißen kann. In der REGEL durch ein Trauma oder andere psychische Erkrankungen bedingt. Schnell weiter.

2. Stufe: Schuld
Du stellst Deine Daseinsberechtigung in Frage, wenn diese Stufe Dein Bewusstsein bestimmt.
Vielleicht hältst Du Dich für einen Sünder. Was Du bist und was Du getan hast, ließe sich nicht verzeihen, glaubst Du. Du wirst in die Hölle kommen, und wenn sie nicht existiert, wird man sie für Dich schaffen.

3. Stufe: Apathie
Opferhaltung. Hilflosigkeit. Schutzlosigkeit. Alles ist Scheiße, aber da lässt sich nichts machen. Du hast vielleicht Deine WOHNUNG verloren und pennst neben Rattenleichen in verlassenen Industriegebäuden, aber Du glaubst nicht, noch etwas daran ändern zu können. Du bist abgestumpft und nimmst alles kampflos hin.

4. Stufe: Trauer
Eine tiefe Traurigkeit bestimmt Deine Tage auf dieser Stufe, eine DEPRESSION zehrt an Dir. Diese Stufe trifft oft auf Menschen zu, die einen geliebten Menschen verloren haben. Im Gegensatz zur Stufe 3 bist Du weniger betäubt, Dein Kopf ist klarer und Dein Herz offener. Obwohl es verdammt weh tut.

5. Stufe: Angst
Die Welt macht Dir ANGST . Du bist gefährdet, unsicher. Sie sind hinter Dir her. Wenn Du nicht aufpasst, macht man Dich kalt. An das Gefühl, sicher und geborgen zu sein, kannst Du Dich kaum noch erinnern. Vermutlich willst Du ausbrechen, der Drang lässt Dich fast platzen, aber es scheint Dir einfach nicht gelingen zu wollen. Trifft häufig auf Menschen in Beziehungen zu, in denen die Missbrauch und GEWALT gegen sie regieren.

6. Stufe: Begehren
Begehren kann gut oder schlecht sein, kann Dich voranbringen oder zurückhalten. Hier geht’s um um die schlechte Variante. Wenn Du zu sehr begehrst, Dich abhängig machst, süchtig wirst nach immer mehr Sex und Bestätigung, Ruhm und Konsum, GELD und Macht, agierst Du wie ein tollwütiges Tier auf der Jagd nach Blut. Sabber tropft Dir vom Kinn, Dein Verstand ist ausgeschaltet. Trotzdem ist man auf dieser Stufe weiter als auf den niedrigeren, denn: immerhin begehrt man wieder, anstatt nur in der Ecke zu sitzen.

7. Stufe: Ärger
Willkommen auf Stufe 7, im Reich des Ärgers. Du hast noch nicht bekommen, wonach Du Dich sehnst, Deine Bedürfnisse und Dein Begehren sind unerfüllt geblieben. GRUMPFFF! Das Blut pulsiert wütend in Deinen Adern, Frust und Stress verquirlen Deine Gedanken. Der Ärger kann Dich anspornen und auf die nächste Stufe katapultieren, oder Dich auffressen. Auf jeden Fall muss man auch diese Stufe überwinden, wenn man wirklich vorankommen will.

8. Stufe: Stolz
Die erste Stufe, die sich gut anfühlt. Leider trügt das gute Gefühl. Denn es hängt komplett von Äußerlichkeiten, von Besitz und Status ab. Etwas geschafft zu haben, bedeutet, wie Bukowski schrieb, nicht: dass man sich einen runterwichst wie ein vollgefressener Bandwurm, es rechtfertigt weder großes Getue noch Geldgier, nicht einmal Ernst; jedenfalls nicht immer. Der vollgefressene Bandwurm mag stolz sein, weil er eine Beute gefunden hat, aber er bleibt ein Wurm. Schon bald wird er neuen Hunger verspüren und seine oberflächliche Selbstsicherheit verschwindet. Bleibst Du auf diesem Level stecken, zeigt sich das zum Beispiel, indem Du in blind-blöden Fundamentalismus und radikale Abwehrhaltung verfällst.

9. Stufe: Mut
Jetzt aber. Hier verfügst Du nun zum ersten Mal über echte, reine Stärke. Die Welt erscheint Dir nicht mehr als Hölle, der Du ausgeliefert bist und auch nicht mehr als Schlachtfeld oder Schießplatz. Sondern als ein Ort voller Möglichkeiten. Sie fordert Dich heraus, lässt Dir aber auch eine Chance, die Herausforderungen zu bestehen. Du willst wachsen, Dich WEITERBILDEN , im Inneren und in Deinen Fähigkeiten voranschreiten. Du interessierst Dich für Persönlichkeitsentwicklung und Spiritualität, entwickelst eine Vision für Dich und Dein Leben, die Zukunft liegt Dir zu Füßen … und Du setzt einen Fuß nach dem anderen auf den Boden.

10. Stufe: Neutralität
Oder: Zufriedenheit und Behaglichkeit. Die Dinge sind, wie sie sind, kommen, wie sie kommen … und Du bist fine damit. Du bemühst Dich nicht, etwas zu verändern, sondern entspannst Dich in den Moment. Du musst niemandem etwas beweisen, kommst gut mit den Leuten links und rechts neben Dir aus. Leben und leben lassen ist Deine DEVISE. Um Deine Grundbedürfnisse kümmerst Du Dich, reißt Dir darüber hinaus aber kein Bein mehr aus. Alles easy. Pavlina schreibt, dies sei eine Stufe, auf der sich viele Selbstständige befinden. Ich kenne sie auch erst, seit ich selbstständig bin, im Studium und im JOB war das Leben eher ein angstgetriebener bis stolzer Kampf für mich.

11. Stufe: Bereitschaft
Auf zu neuen Abenteuern! Deine Grundbedürfnisse sind erfüllt, doch Du gibst Dich damit nicht mehr zufrieden. Du willst echt gute Arbeit leisten, statt nur die MIETE zahlen zu können und allen Stress zu vermeiden. Dafür trainierst Du Deine Selbstdisziplin, wirst organisierter und lernst, Deine Zeit und Energie bewusster einzusetzen. Auf dieser Stufe entwickelst Du Deine Kompetenzen.

12. Stufe: Akzeptanz
Auf Stufe 12 erwachst Du ein weiteres Stück, indem Du akzeptierst: die Verantwortung für Dein Leben liegt ganz bei Dir. Keine Mama, kein Staat, kein Guru, der Dir den Karren aus dem Dreck oder ins Paradies zieht. Wenn Dir etwas fehlt oder nicht passt, musst Du selbst danach greifen oder es passend machen. Und das wird Dir auf Stufe 12 klarer als je zuvor. Du willst Deine Kompetenzen einsetzen. Du verlässt Deine Komfortzone immer häufiger, setzt Dir klare Ziele (anstatt nur passiv zu träumen, wie auf den niedrigen Stufen) … und erreichst sie.

13. Stufe: Verstand
Wo Dein Verstand auf den niedrigen Stufen oft nur Spielball Deiner Emotionen war, ist er inzwischen viel klarer. Du siehst, was Du wirklich willst, wo Deine Stärken und Schwächen liegen … und wohin Dich ANLAGEN , Ziele und Disziplin bringen können. Du setzt sie bewusst ein, um etwas zu erschaffen und das Beste aus Deinem Leben zu machen. Für Dich und die Welt. Gefühle und Intuition bleiben auf dieser Stufe hinter Deinem Geist zurück

14. Stufe: Liebe
Keine aufgeregte Liebe zum / zur Auserwählten mit Autokino und Händchenhalten und Knutschen und sich Mon Chérie schenken. Viel mehr das Gefühl, mit allen Lebewesen verbunden zu sein. Du siehst das große Ganze deutlicher. Du fühlst mit anderen mit und HANDELST für sie. Du wirfst Dein Herz mit in das, was Du tust, wo noch auf Stufe 13 Dein Geist alleiniger Monarch war. Hier setzt die Lebensaufgabe an, die über Dich und die Bedürfnisse Deines Egos hinausgeht. SieheWarum Du Deine Lebensaufgabe kennen solltest.
Deine Intuition schärft sich. Wenn Dein Verstand zweifelt, lässt Du die Zweifel ziehen, hörst Du auf Dein Herz und schreitest weiter voran. Nach Hawkins erreicht einer von 250 Menschen diese Stufe in seinem Leben. (Keine Ahnung, wie er das gemessen hat.)

15. Stufe: Freude
Optimismus und ungetrübte Freude erfüllen Dich. Du hast alle überkritischen Gedanken sowie alle weltlichen Ziele und Pläne hinter Dir gelassen und lebst im Einklang mit der Welt. Dein Bewusstsein hat sich weit über Deinen Körper und Dein Ego und die sichtbaren Phänomene hinaus erweitert. Das ist der Zustand vieler spirituell fortgeschrittener Meister. Eckhart Tolle schreibt über diesen Zustand in der Einleitung von „Jetzt! – Die Kraft der Gegenwart“. Wenn ich mich richtig erinnere gab es bei ihm kein Ereignis, das ihn bis in die Grundfeste erschüttert hat – meistens soll jedoch ein solches Ereignis auf die 15. Stufe führen.

16. Stufe: Frieden
Alles ist eins, alles ist perfekt auf Stufe 16, friedlich und erhaben. Einer von 10 Millionen Menschen erreicht laut Hawkins dieses Level.

17. Stufe: Erleuchtung
Buddha, JESUS , Krishna. Vermutlich nicht in Worte zu fassen. Statt einer schlechten Erklärung von einem, der ohnehin keine Ahnung von Erleuchtung hat, lieber eine kurze Zen-Geschichte (hier gefunden): Ein Zen-Schüler, der die Erleuchtung suchte, beklagte sich bei seinem Meister ständig darüber, dass dessen Erläuterungen unvollständig seinen und der Meister ihm irgendeinen entscheidenden Hinweis vorenthalte. Der Meister versicherte, dass er ihm nichts vorenthalte. Der Schüler bestand darauf, dass es etwas gebe, was der Meister ihm vorenthalte. Der Meister bestand darauf, dass er ihm rein gar nichts vorenthalte. Etwas später gingen die beiden auf einem Pfad durch die Berge spazieren. Plötzlich sagte der Meister: ‚Riechst Du den DUFT des Berglorbeers?‘ Der Schüler sagte ‚Ja.‘ ‚Siehst Du,‘ antwortete der Meister, ‚ich enthalte Dir gar nichts vor. Wo stehst Du?

Alles was wir hören und sehen, denken und tun, beeinflusst unser Bewusstsein. Das nachmittägliche Assi-Fernsehen, der Nachbar, den wir grüßen oder an dem wir stumm vorbeigehen, Musik, Bücher, Gespräche mit Deinen Kollegen und Freunden, die Arbeit, der wir nachgehen und das Essen, das wir essen.

Wie schon oben geschrieben, können wir an einem Tag zwischen verschiedenen Stufen pendeln, nach Pavlina in einer Spanne von meist drei bis vier Stufen. Auch können wir in verschiedenen Lebensbereichen unterschiedlich weit sein. Vielleicht hast Du für Deinen Beruf und Deine Karriere die volle Verantwortung übernommen (Stufe 12), lässt Deine Gesundheit aber unter Deinen Süchten leiden (Stufe 6).

Alles in allem wirst Du jedoch vermutlich eine Durchschnitt-Stufe für Dich festlegen können. Wenn Dir das schwer fällt, denk‘ an Situationen, in denen Du unter DRUCK stehst … wie reagierst Du da? Herrschen Angst und Panik in Dir vor, fühlst Du Dich machtlos, bewahrst Du einen klaren Verstand oder schaffst Du es sogar dann noch, Deine Intuition einzubeziehen?
Auf welcher Stufe stehst Du gerade?

Kannst Du Dich erinnern, wie massiv anders Dein Leben war, als Du noch auf einer niedrigeren Stufe hingst?

Wie könnte sich Dein Leben wandeln, wenn Du nun eine höhere erklimmst? Und was gibt es für Dich zu tun, um auf diese nächste Stufe zu kommen?

Selbstliebe heißt, sich mit den Augen Gottes zu sehen

Mehr noch, sich als göttliches Wesen auf einer Erdenreise zu sehen. Selbstliebe fordert heraus, in einer nicht blasphemischen Art und Weise, den äußeren Dialog mit Gott nach innen zu verlegen, sich selbst als ein Fragment von Gott zu sehen. Bist du bereit, dem Göttlichen in dir ganz zu vertrauen? Alle Selbstzweifel sterben zu lassen? Dich nicht mehr zu vergleichen, auf- oder abzuwerten, dich nicht mehr selbst zu richten oder andere? Selbstliebe heißt, alle deine Aspekte aus dem Herzen zu lieben. Die guten, die nicht so guten, die schönen, die nicht so schönen, die hässlichen und nicht so hässlichen. Das erfordert dein ganzes Herz!

Den Schatten, die unbewussten Anteile in sich und im Gegenüber zu schätzen funktioniert nur aus einem liebenden Herzen heraus und nicht aus den wertenden Ebenen des Verstandes. Wer mit bestimmten Bildern von sich selbst identifiziert ist, wird es schwer haben, diese Perspektive aufzugeben. Selbstliebe ist eine hohe Kunst und setzt das weite Herz des Mystikers voraus, der sich in jedem und allem sieht und sagen kann: Tat tvam asi – das bin ich auch! Der nicht nur sich, sondern das Eine in jedem und allem sehen kann.

Selbstliebe ist nicht nur ein Gefühl, sondern auch eine zu kultivierende Denk- und Fühlhaltung. Die Weisen üben sich in Liebe. Sie ertappen sich dabei, wenn sie aus der Liebe fallen, und rufen sich erneut hinein in den Raum der Liebe. Sie richten sich nicht, sondern gehen gnädig um mit ihrem eigenen Fallen und dem der anderen. Es sind diese nicht-wertenden, nicht-vergleichenden nicht- wissenden Haltungen der Selbst- und All-Liebe, die gewährleisten, nicht in den Fixierungen des Verstandes hängen zu bleiben. Liebe ist eine ewige Übung, die jeden täglich vor neue Herausforderungen stellt.

Manchmal versagen wir an ihr, doch die Kultivierung des liebenden Herzens allen Situationen und Menschen gegenüber lässt die Präsenz des heiligen Herzens wachsen. Es geht primär nicht um Wissen, sondern um Liebe. Präziser: um in Liebe angewandte Weisheit, die geführt ist aus einer unmittelbaren Quelle. Das angesammelte Wissen der Vergangenheit spielt hierbei keine Rolle. Sich selbst gerade in den Momenten zu lieben oder in der Liebe zu verweilen, in denen wir nichts wissen oder nichts kontrollieren können, ist die große Herausforderung. Selbstliebe heißt, sich selbst in der Liebe halten zu können, sich in etlichen Situationen auch aushaltenzu können. Das Unperfekt-Sein in sich umarmen und lieben zu können. Keine Bedingung oder Leistung an diese Form von Liebe zu knüpfen. Selbstliebe in ihrer höchsten Form bedeutet: Sich ganz als göttliches Wesen anzunehmen. Nicht zu wissen und dem Göttlichen in sich ganz zu vertrauen. Jetzt kann manifestiert werden.

Auszug aus: THOMAS YOUNG, LEBE DEIN MOMENTUM (Trinity Verlag, München 2017)

Zusammenhänge zwischen dem Jahr 1765 und 1995 oder auch dem Heute

Man schrieb das Jahr 1765 und auf dem Marktplatz in Aachen herrschte munteres Treiben. Man fand dort Menschen aller Klassen, die Reichen und Hochgeborenen, die Kleriker und Priester, und das einfache Volk. Sie alle liefen zwischen den Marktständen herum, an denen die Marktfrauen ihre Ware feilboten. Fahrende Schausteller unterhielten die Menschen mit ihren Künsten und zwischen alledem rannten Kinder umher und spielten ihre Spiele. Auch Jakob war dort und spielte mit seinen Freunden. Sie vertrieben sich die Zeit damit, die adeligen Leute in ihren Roben und Gewändern zu beobachten und heimlich hinter ihrem Rücken über sie zu kichern. Es war ein aufregendes Spiel, denn man durfte sich ja nicht erwischen lassen. Es war gefährlich, die höhergestellten Persönlichkeiten zu verärgern und sie in ihrer Ehre zu kränken.

Und so war es für die Jungs wie eine Mutprobe, hinter den aufwendig herausgeputzten Gestalten herzulaufen und ihren Gang und ihre Gebärden nachzuahmen. Wenn sie sich herumdrehten, musste man ganz schnell wieder in der Menge verschwinden und unsichtbar werden. Sie hatten dieses Spiel schon eine Weile getrieben, als Jakob an der Reihe war. Er suchte sich einen der Edelmänner heraus und stolzierte, seinen Gang nachahmend hinter ihm her. Dabei schaute Jakob huldvoll nach links und rechts, ganz so, wie es der Mann auch tat und fand, dass er vortrefflich darin war, den Adeligen zum Narren zu machen. Er sah seine Freunde die ihn beobachteten und kicherten und ihn für seinen Mut bewunderten und er war sehr stolz auf sich. Doch plötzlich wurde aus dem Spiel bitterer Ernst. Bevor Jakob sich umgesehen hatte, wurde er von einem anderen hohen Herrn am Ohr gepackt und zur Mitte des Marktplatzes gezogen. Was nun folgte war fürchterlich. Jakob wurde vor aller anderen Augen ausgescholten, an ein Verschwinden war nicht mehr zu denken. Verschwunden waren nur seine Freunde, die ganz schnell Reisaus genommen hatten, als Jakob erwischt wurde. Ansonsten hatte sich eine Menschenmenge versammelt, die es genoss, zu sehen, wie Jakob gedemütigt wurde.

Er wusste nicht, wie lange er dort schweigend gestanden hatte und die Beschimpfungen über sich ergehen ließ, aber irgendwann kam sein Vater und holte ihn ab. Das machte es nicht besser, die Enttäuschung und die Scham, die sich im Gesicht seines Vaters zeigten, ließen Jakobs Kopf noch tiefer sinken. Es war alles nur ein Spiel gewesen, es sollte niemanden verletzen und niemandem wirklichen Schaden zufügen, aber es hatte Folgen, die Jakob so nie vorausgesehen haben konnte. Die Scham und die Enttäuschung in den Augen des Vaters, hatte in Jakob etwas zerstört, sein Vertrauen war gebrochen. Sein Vertrauen darin, dass er würdig war, der Sohn seines Vaters zu sein. Wie ein schwerer schwarzer Stein lag dieses Gefühl von nun an in seinem Herzen.

Jakob war aufgewachsen, war Vater geworden und Großvater, und die Geschichte wurde eine ganze Weile immer wieder in der Familie erzählt, sie war wie ein dunkles Erbe, dass jeder weitertrug. Man konnte sagen, Jakob hatte nun schon viele Nachfahren, denn man schrieb mittlerweile das Jahr 1995. Keiner seiner Nachfahren wusste mehr von Jakob oder seiner Wut, Scham und dem, was damals geschehen war. So viel Familienmitglieder waren nun schon nach ihm auf dieser Welt gewesen und hatten ihre Leben gelebt, viele Jahrhunderte waren vergangen. Trotzdem waren die Wut und Enttäuschung, nicht genug zu sein, im Leben seiner Nachfahren immer anwesend. Sie wußten nicht warum, sie wussten nicht was es war, aber sie konnten es alle immer spüren.

Wie ein Stein lag sie in den Mägen seiner Familie und wie ein schwarzer Vogel umkreiste sie ihre Köpfe. Natürlich hatten sie alle ein mehr oder weniger gutes und zufriedenes Leben gehabt, aber so richtig frei und glücklich war keiner geworden. Im Gegenteil, die Trauer war ein ständiger Begleiter und niemand wusste, wann es angefangen hatte. Man hörte Sätze wie: „ Ja, sein Vater war auch schon so schwermütig und dessen Mutter auch. Es scheint sich durch die ganze Familie zu ziehen, die Armen.“

Keinem aus der Familie schien jemals irgendetwas richtig zu gelingen, immer fehlte ein kleines Teilchen um die Sache perfekt zu machen und so wurden die Menschen auch immer missmutiger und sie waren sich sicher, das große Glück würde nie wirklich zu ihnen kommen. Sie verloren sich in ausichtslosen Kämpfen des alltäglichen Lebens. Es fiel ihnen auch immer schwerer, etwas anzunehmen und sich darüber zu freuen, sie suchten den Schuldigen für ihr Leid immer im Außen und in den anderen Menschen, nie konnten sie nach innen schauen, denn es war zu schwer zu ertragen und es wäre ihnen nie in den Sinn gekommen. So wurden die Steine immer mehr und die Last immer schwerer und auch die Vögel, die um ihre Köpfe flogen wurden immer mehr und verdeckten den Blick auf den weiten Himmel. Das Helle und Fröhliche war nicht mehr zu sehen und die Möglichkeiten, die sich ihnen boten, versanken im Dunkel der vielen Flügel.

Doch eines Tages geschah etwas Seltsames: Einer der schwarzen Vögel hatte genug davon, dieses Elend immer wieder anzusehen und so ließ er ganz heimlich, still und leise eine goldene Feder fallen, die unter seinem dunklen Gefieder wuchs. Ein kleines Mädchen aus der großen Familie Jakobs fing diese Feder auf, betrachtete sie und begann still zu lächeln. Sie erschien ihr wie ein Bote aus dem Himmel und ganz für sich nannte sie diese Feder von nun an ihr Engelsgeschenk. Und von nun an begann sich bei den Menschen etwas zu verändern. Das Mädchen, das zur Frau geworden war, erzählte ihren Kindern und Enkelkindern immer wieder von ihrem kleinen goldenen Geschenk, das von hoch oben zu ihr gekommen war.

Wenn ihre Kinder traurig waren, sagte sie Dinge wie: „Denk an die kleine goldene Feder, sie ist ein Lichtschweif im Dunkel des Lebens.“ Oder: „ Du kannst alles schaffen, was Du möchtest, Du darfst nur nicht aufgeben, Du musst dararn glauben, dass es immer noch Hoffnung gibt und sich Dir eine neue Möglichkeit öffnet. Denk doch nur an unsere goldene Feder.“ Die Nachkommen der Familie Jakob waren nun nicht mehr ganz so hoffnungslos, sie reckten ihre Köpfe in die Höhe und streckten ihre Rücken durch. Sie begannen ihr Leben heller zu sehen und es schlich sich langsam, aber sicher wieder Zuversicht und Freude in ihr Leben. Schließlich kam auch wieder ein ganz neues Bewusstsein dazu, das Gefühl von Stolz in die eigene Person.

Die Geschichte von der goldenen Feder wurde eine Weile weitererzählt und sie war der Grund, warum es wieder heller und fröhlicher in den Köpfen und Herzen der Familie wurde und warum der Schatten von ihnen wich. Bis dann auch diese Geschichte vergessen wurde. Doch eines Tages war wieder ein Junge in die Familie geboren worden und er war mit einem ganz neuen Wissen ausgestattet. Er begriff, was es heißt Familie zu sein und dass es nicht nur um die Menschen geht, die im Moment auf dieser Welt leben und zu seiner Familie gehören. Er begann zu ahnen, dass es immer noch mehr Menschen gibt, die Familie ausmachen und dass all ihr Tun und Lassen ein Teil der heutigen Situation ist.

Alles Dunkle, Traurige und Schwere, alles Helle, Fröhliche und Leichte machten ihn zu dem Menschen, der er heute sein konnte. Und er überlegte sich eine Weile, welchen Weg er gehen wollte.

Schließlich hatte er sich entschieden und er wählte von nun an die helle und hoffnungsvolle Seite des Lebens. Er fand, dass diese Helligkeit nicht nur in seine Zukunft, sondern auch in seine Vergangenheit strahlen sollte, deshalb schickte er dieses Licht in beide Richtungen und betete für die, die mal waren und für die, die gerade sind und für alle, die noch kommen sollten.
Und als er dies getan hatte, da erschien auf allen Steinen der Vergangenheit eine kleine goldene Feder und schließlich war diese Feder auch bei Jakob im Jahr 1765 angekommen, und so war Heilung in der ganzen Familie geschehen.

Vielen Dank an den unbekannten VerfasserIn für diese lebensnahe Geschichte und ein herzliches Dankeschön an Ingrid Schmah-Albert für die Übermittlung! Eine Geschichte wie sie das Leben und unsere Erbschaften schreiben!

Die Menschen meines Stammes

Die Menschen meines Stammes sind leicht zu erkennen: Sie gehen aufrecht, haben Funken in den Augen und ein Schmunzeln auf den Lippen. Sie sind weder heilig noch erleuchtet. Sie sind durch ihre eigene Hölle gegangen, haben ihre Schatten und Dämonen angeschaut und angenommen. Sie sind keine Kinder mehr, wissen wohl was Täter /Opfer sein bedeutet, haben ihre Scham und ihre Rage explodieren lassen und dann die Vergangenheit abgelegt, die Nabelschnur durchtrennt und die Verantwortung übernommen. Weil sie nichts mehr verbergen wollen, sind sie klar und offen. Weil sie nicht mehr verdrängen müssen, sind sie voller Energie, Neugierde und Begeisterung.

Das Feuer brennt in ihrem Bauch! Die Menschen meines Stammes kennen den wilden Mann und die wilde Frau in sich und haben keine Angst davor. Sie halten nichts für gegeben und selbstverständlich, prüfen nach, machen ihre eigenen Erfahrungen und folgen ihrer eigenen Intuition. Frauen und Männer meines Stammes begegnen sich auf der gleichen Ebene, achten und schätzen ihr anders sein, konfrontieren sich ohne Bosheit und Lieben ohne Rückhalt. Menschen meines Stammes gehen viel nach Innen, um sich zu sammeln, Kontakt mit den ureigenen Wurzeln aufzunehmen, sich wieder zu finden, falls sie sich im Rausch des Lebens verloren haben.

Und dann kehren sie gerne zu ihrem Stamm zurück, denn sie mögen teilen und mitteilen, geben und nehmen, schenken und beschenkt werden. Sie leben Wärme, Geborgenheit und Intimität. Allein fühlen sie sich zwar nicht verloren wie kleine Kinder und können gut damit umgehen. Sie leiden aber manchmal unter Isolation und sehnen sich nach ihren Seelenschwestern und -Brüdern. Die Zeit unserer Begegnung ist gekommen!

Das Gute im schlechten Menschen entdecken

Es ist ein ganz normaler Tag. Sie sind dabei, Ihre haushaltlichen Pflichten zu erfüllen, und kaufen im Supermarkt Lebensmittel. Typischerweise ist viel los an diesem Tag. Der Korb füllt sich stetig, die Einkaufsliste leert sich. Als Sie gerade dabei sind, Milch in Ihren Einkaufswagen zu packen, rempelt Sie jemand von der Seite an und geht weiter. Ohne sich zu entschuldigen. Sie sind entsetzt von dieser schroffen und unfreundlichen Art, die dieser Mensch an den Tag legt, und begeben sich in Richtung Kasse.

Nach und nach legen Sie die Produkte auf das Laufband, als Sie bemerken, dass ebendieser Mensch, der Sie gerade noch unhöflich angerempelt hat, hinter Ihnen steht. Er hat nur zwei Produkte in der Hand und scheint es ziemlich eilig zu haben. Denn er tritt unruhig auf der Stelle.

Lassen Sie diesem Menschen nun den Vortritt oder genießen Sie die Möglichkeit, es ihm heimzuzahlen?

Vermutlich haben Sie in diesem Moment die Frage ganz klar beantwortet. Sie lassen den Rempler selbstverständlich vor.

Aber wie sieht die Realität aus?

Und vor allen Dingen, wie viel Überwindung kostet es, diesem Menschen auch tatsächlich den Vortritt zu lassen?

Die geschilderte Situation ist nur ein kleiner Auszug aus unserem täglichen Leben mit scheinbar „schlechten“ Menschen. Dem Gegenüber schlechte Absichten zu unterstellen ist eine einfache Sache. Egal ob es ein Fremder, Kollege oder sogar der eigene Partner ist. Fraglich ist nur, inwieweit uns diese Einstellung auf zwischenmenschlicher Ebene voranbringt.
Denn unterstellt man grundlegend einer Person ein schlechtes Verhalten, nimmt man sich jede Möglichkeit, diesen Menschen und damit das Leben zu verstehen. Im schlimmsten Fall lässt man sich von dieser kleinen Reaktion sogar verleiten und verfällt selbst in schlechte Laune. Dann wird sprichwörtlich „aus der Mücke ein Elefant“. Und alles nur wegen eines harmlosen Remplers ohne Entschuldigung.

Doch das muss nicht sein, denn die gute Nachricht ist:
Sie können sich durch solche Begegnungen in Menschenkenntnis üben und Ihre eigene Persönlichkeit ausbilden.
Um das Gute in einem (scheinbar) schlechten Menschen zu erkennen, brauchen Sie lediglich eine Grundvoraussetzung sowie eine Grundeinstellung.

Die Grundvoraussetzung:

Sie werden nur Erfolg dabei haben, etwas Gutes in einem unsympathischen Menschen zu entdecken, wenn Sie neugierig sind. Denn ohne Neugier verfallen Sie in eine zu schnelle Beurteilung Ihres Gegenübers. Und drücken ihm Ihren eigenen Stempel auf. Damit muss er dann herumlaufen. Nun denken Sie vielleicht: „Dann soll mich mein Gegenüber doch gefälligst selbst überzeugen, dass es gut, nett und freundlich ist.“ Das ist richtig so, allerdings werden Sie so nie eine gemeinsame Ebene finden. Muss Sie Ihr Gegenüber allein überzeugen, besteht zudem die Gefahr des Aufgebens. Im schlimmsten Fall haben Sie also beide nichts davon. Bleiben Sie jedoch mit einer gesunden Neugier an dieser Sache, werden Sie schnell neue Seiten entdecken, die Ihnen sicherlich sympathisch sind.

Das ist ziemlich leicht – mit der richtigen Grundeinstellung.

Die Grundeinstellung

Um das Gute im schlechten Menschen zu erkennen, ist ein Credo, das ich zuerst im NLP (neurolinguistisches Programmieren) kennen gelernt habe, hilfreich: Unterstellen Sie jedem Menschen mit seinen Handlungen eine positive Absicht. Das dürfte vorerst ein wenig absurd wirken. Denn wenn einen der Kollege beim Chef in die Pfanne haut oder der Ehepartner mit anderen anbändelt, ist es zunächst fraglich, welche positive Absicht wohl dahinterstecken mag.
Doch wenn Sie die Grundvoraussetzung „Neugier“ und die Grundeinstellung der „positiven Absicht hinter jeder Handlung“ zusammenfügen, werden Sie Antworten erhalten.Schauen wir uns das zunächst am konkreten Beispiel des Supermarkts an: Der Mensch wirkt unruhig.

Sie erinnern sich an diesen Artikel und nutzen Ihre Neugier.

Hat er es eilig? Vielleicht hat er einen wichtigen Termin und deshalb gar nicht bemerkt, dass er mich angerempelt hat?

Sie fordern ihn also auf: „Sie scheinen es eilig zu haben, gehen Sie doch nach vorn.“ Der Mensch bedankt sich und meint beiläufig: „Das ist sehr nett. Meine Tochter erwartet mich zu ihrem Geburtstag. Ich bin schon ziemlich spät dran.“ Erkennen Sie die positive Absicht dahinter? Er möchte zu seiner Tochter. Möglichst schnell. Um sie nicht zu enttäuschen.

Können Sie ihm die Gedankenlosigkeit des Remplers ohne Entschuldigung also verzeihen? Schwieriger wird es bei scheinbar schlechten Menschen im beruflichen oder privaten Umfeld. Hier sind es Menschen, mit denen wir sehr viel Zeit verbringen und/oder die wir lieben, die uns vor die Herausforderung stellen, mit Neugier eine positive Absicht hinter ihrem Verhalten zu entdecken.

Dafür gibt es vier weitere Grundregeln, die Ihnen helfen werden, Ihrem Gegenüber wohlwollend zu begegnen:

  1. Akzeptieren Sie die Gegebenheiten. Sie lassen sich nicht ändern. Nehmen Sie sich stattdessen vor, das Beste daraus zu machen.
  2. Nutzen Sie die Gelegenheit auch für eine Selbstreflexion. Sie werden eventuell bemerken, dass Sie sich in solchen Situationen ähnlich oder genauso verhalten. Dann ist das Ihre Chance zur Verhaltensänderung und Ausbildung der Persönlichkeit.
  3. Wenn Sie im Verhalten der Person keine positive Absicht erkennen können, achten Sie auf deren Handlungen und ihre Bedeutung für Ihr persönliches Leben. In unserem Supermarktbeispiel könnten Sie sich vornehmen, auf Ihr eigenes Verhalten in stressigen Lebenssituationen zu achten, und im Anschluss daran nach positiven Lösungen suchen. Die Lösung in diesem Fall könnte lauten: „In stressigen Situationen achte ich auf meine Mitmenschen und bitte sie, mir den Druck zu nehmen. Den Druck könnte ich mir nehmen lassen, in dem ich mich an einer vollen Kasse nach vorn frage.“ (Das schult auch das eigene Selbstbewusstsein und den Mut zur Offenheit.)
  4. Schließen Sie aus einer schlechten Handlung nicht verallgemeinernd auf eine schlechte Person. Sie verbringen viel Zeit mit diesen Menschen und haben sicher auch positive Augenblicke erlebt.
  5. Hilfreich hierbei ist die Möglichkeit, Gutes und Schlechtes einzuteilen. So kann eine gemeinsame Zeit beispielsweise zu 60 % toll und zu 40 % schlecht gewesen sein.
  6. Behandeln Sie diesen Menschen stets so, wie Sie selbst behandelt werden wollen. Sollten Sie nicht sofort in der Lage dazu sein, ist das in Ordnung, dann gönnen Sie sich den nötigen Abstand zu der Situation, bis es Ihnen möglich ist, diesen Menschen wie sich selbst zu behandeln.

Egal ob fremde oder geliebte Menschen: In jedem etwas Gutes und Schönes zu entdecken ist gar nicht so schwierig. Hierfür müssen wir uns einfach aus der alltäglichen Routine befreien und unseren Mitmenschen offen und ehrlich begegnen sowie den häufig entstehenden Frust in herausfordernden Lebenssituationen durch eine gesunde Neugier ersetzen.

Das Leben ist eine ungeheure Kraft

Das Leben ist eine ungeheure Kraft, die niemals endet. Leben hat kein Ende, sondern wird immer und ständig nur transformiert und umgewandelt. Zugegeben, eine riesige Transformation wartet irgendwann auf unseren physischen Körper, aber auch nur für diejenigen, die die täglichen Transformationen und Veränderungen aller unserer Ebenen an die Seite schieben, nicht wahrnehmen wollen und mit dem Thema sich nicht so gerne beschäftigen wollen.

Der letzte Filmabend mit dem Film Mira Reisende zwischen den Welten hat sich sehr einfühlsam mit diesem Thema auseinandergesetzt und ganz viel Heilung kann geschehen, wenn wir uns öffnen um uns mit diesem ungeliebten Thema zu konfrontieren. Viele Ängste – auch Berührungsängste dürfen dann gehen. Mira zu begleiten, die sich aller ihrer Inkarnationen schon von klein auf bewusst war, die mit den Naturwesen und Geistern auf Du und Du war, die in der Tieftrance unter die Todesschwelle gegangen ist, war für jeden ein Erlebnis, das viel Trost und Vertrauen vermitteln konnte. Denn auf den Punkt gebracht, bringt das Thema Tod und Abschied eine ungeheure Kraft und Sinnhaftigkeit für das Leben.

Das Leben beinhaltet ständige lebendige Interaktionen zwischen Gedanken, Gefühlen und Vergangenheiten. Die Sahnehäubchen sind dann magische Überraschungen. Die Kraft an sich aber auch ihr Wirken durch uns ist so komplex und alle miteinbindend, ob es sich um Herkunftsfamilie, Ahnen oder auch um Kollektive handelt. Jetzt könnte man sich kleinfühlen und werden, wenn man sich als Opfer empfindet, der nur erntet, sich vergleicht, missgönnt und jammert! Vergiss niemals, das Du erntest was Du gesät hast und auch das kannst Du jederzeit verändern, wenn Dir die Ernte nicht mehr gefällt oder Du die Lektion gelernt hast. Wir haben es in der Hand, uns aktiv zu verändern oder wir warten auf die große Kraft des Lebens, die uns bei Verweigerungen schubst und schiebt.

Denn die Seele wirkt nicht in Kategorien von Starre und behalten. Sie möchte sich entwickeln, verändern, spüren, wachsen und zwar hin zu mehr Liebe, mehr Liebe im Umgang, mehr Liebe zur Natur, mehr Liebe zu Tieren, mehr Liebe zu schwierigen Personen, mehr Liebe zu Bewusstsein, mehr Liebe zu miteinander, mehr Liebe zu meinem Beruf, meiner Berufung, mehr Liebe ZU MIR SELBST.

Da der Verstand und das Ego weder Veränderungen noch Transformation so richtig verstehen können, sind sie für diese Themen auch eher hinderlich. Wenn sie nach gewisser Zeit der Kontinuität von Bearbeitung gemerkt haben, sie dürfen nach wie vor dasein, es tut ihnen auch garnicht weh, für sie ist gesorgt, dann fangen sie langsam an sich in das Miteinander auch mit Seele und dem eigenen Weg zu begeben. Dieses Vertrauen wird aber erarbeitet, es entsteht mit der Zeit………

OSHO über Veränderung

„Leid entsteht, weil wir Veränderungen nicht zulassen. Wir halten fest, wir wollen, dass sich nichts verändert. Wenn du eine Frau liebst, soll sie dir morgen genau so gehören, wie sie dir heute gehört. So entsteht Leiden. Niemand kann sich über den nächsten Moment sicher sein – was kann man über morgen sagen?

Ein bewusster Mensch weiß, dass sich das Leben ständig verändert. Leben ist Veränderung. Nur eines ist beständig, und das ist Veränderung. Außer Veränderung ändert sich alles. Diese Natur des Lebens zu akzeptieren, diese Veränderung der Existenz mit all ihren Jahreszeiten und Stimmungen zu akzeptieren, diesen konstanten Fluss, der keinen einzigen Moment stillsteht, heißt glücklich zu sein. Dieses Glück kann niemand stören. Es ist deine Sehnsucht nach Beständigkeit, die Probleme erschafft. Wenn du ein Leben ohne Veränderungen leben möchtest, verlangst du das Unmögliche.

Ein bewusster Mensch ist so mutig, Veränderungen anzunehmen. Dieses Annehmen selbst macht glücklich. Dann ist alles gut. Dann bist du nie enttäuscht.“

Mit einem Schwung kommt jetzt der Herbst und die teelose Zeit in meiner Praxis und bei meinen Veranstaltungen ist wirklich vorbei!

Heute möchte ich Dir eine Inspiration aus dem am 1.Juni 2018 erschienenen Film „ Heal“ vorstellen. Immer wieder sind wir mit Krankheiten konfrontiert, entweder unseren eigenen oder von Menschen, die uns umgeben! Das Krankheiten nicht vom Himmel regnen, weiß jeder, der mit mir arbeitet, oder meine Veranstaltungen besucht. In dem Film wurden viele Menschen interviewt zu Krankheit und Heilung. Der Film fasst neun Richtlinien, die allerdings nur in der Gesamtheit praktiziert zur vollkommenen Wiederherstellung der Gesundheit führen:

Verändere radikal Deine Ernährung Übernimm die Kontrolle über Deine Gesundheit Nutze Kräuter und Nahrungsergänzungsmittel Folge Deiner Intuition
Lasse unterdrückte Emotionen los Vermehre positive Emotionen
Umarme soziale Unterstützung
Vertiefe Deine spirituelle Verbindung Habe einen guten Grund zu leben.

Wenn Du die Aufstellung aufmerksam betrachtest, wird Dir auffallen, das lediglich drei Maßnahmen auf der körperlichen Ebene liegen. Der weitaus größere Anteil an Aufgaben liegt auf der geistigen, emotionalen und spirituellen Ebene. Mit dieser Wiederherstellung sind nicht nur „körperliche“ Leiden gemeint, sondern natürlich auch psychische und geistige Krankheiten oder Unwohlsein! Bei Depressionen hat man mittlerweile nämlich auch schon den direkten Zusammenhang mit Nährstoffunterversorgung festgestellt!

Das wir heute zu fette, zu viel leere oder tote Lebensmittel zu uns nehmen ist eigentlich klar. Da kommen die 19 Spritzungen eines Apfels, bis er in Deutschland verkauft wird, natürlich dazu. Das ist nur ein Beispiel, warum wir aufgerufen werden radikal unsere Ernährung zu beleuchten.In dem Moment wo wir die Kontrolle über unsere Gesundheit übernehmen, treten wir aus der Opferhaltung heraus und das ist schon ein richtiger Schritt in die lichtere Richtung.

Mit Kräutern, die möglichst frisch verzehrt werden und Nahrungsergänzungsmitteln, können wir vorhandenen Defiziten begegnen und unsere Schwingungen erhöhen. Jetzt folgt der Bereich, dem ich mich in der Praxis und der Arbeit mit Menschen widme. Der Intuition zu vertrauen, und ihr dann auch noch zu folgen, sind schon mal zwei Paar Schuhe. Sie ist die Mittlerin zwischen unserer Seele und uns bzw unserem Höheren Selbst und uns. Also beides Instanzen, denen wir durchaus vertrauen können, denn sie kennen den für uns besten Weg! Das Ego bleibt im Vergleich eher blind für diese Aufgabe. Unterdrückte Emotionen sind uns genauso im Weg, wie unterdrückte Situationen, Traumata oder innere Anteile. Also auflösen, transformieren, frei werden ist hier definitiv meine Empfehlung!

Positive Emotionen vermehren funktioniert auch mit mehreren Möglichkeiten. Beispielsweise kann ich dankbar werden, für alles was ich habe und was gut ist in meinem Leben. Wenn ich anfange alles aufzuzählen, für was ich dankbar bin, werde ich nicht fertig und bin in einem Zustand, der sehr positiv verändernd sich auf mich und mein Empfinden und im weiteren auf mein Leben auswirkt! Wer glaubt, da gäbe es im Moment nicht soviel, der fange bitte mit den Beinen, Füßen und Händen an, denn alleine diese Schätze sind durchaus nicht jedem gegeben!

Wer die schönen Momente des Lebens wahrnimmt, wie den wärmenden Tee, die Kuscheldecke die mich umhüllt, den Sonnenschein zwischendurch oder auch nur das Vogelgezwitscher, der vermehrt damit ebenso seine positive Emotionen. Ziemlich aktiv! Da langt auch das Zulächeln oder einen guten Morgen wünschen auf dem Einkaufsweg oder innerhalb der Arbeitsstätte und den Kollegen. Umarme soziale Unterstützung bedeutet, alles wahrzunehmen und auch wieder hier dankbar zu werden für das, was mir im zwischenmenschlichen Bereich hilft. Ob das der Sport mit anderen ist, das Singen im Chor, der Verein, Gebetskreis oder selbst der Filmabend. Überall kommen Menschen zusammen um sich gegenseitig zu unterstützen, zu wachsen, sich zu freuen und ihre Zeit miteinander zu teilen. Das ist das größte Geschenk eines Menschen, seine geteilte Zeit mit uns.

Die letzten beiden Punkte betreffen sozusagen Himmel und Erde. Mit dem Wissen und Fühlen einer höheren Macht, eines höheren Sinns lebt es sich, wie soll ich das sagen, deutlich gelassener und beruhigter. Die Verbindungen herzustellen versorgt auch mit der nötigen Kraft! Zu erkennen und zu fühlen das wir Licht in einem Körper sind und dieses Licht uns mit allem Lebendigen verbindet, lässt die spirituelle Ebene in uns wachsen.

Habe einen guten Grund zu leben. Ja der wird manchmal tatsächlich noch gesucht, wenn man Verluste erlebt hat, oder immer sich in seinen Rollen aufgelöst hat. Der Schritt hin zu dem Grund, die eigene Person in den Mittelpunkt zu stellen. Das eigene Leben, Wohlfühlen und Gesundheit an die Priorität Nr. 1 zu stellen; manchmal ist der Schritt erst noch zu gehen!

Das alle diese Richtlinien eigentlich nur Wege der Liebe für und zu sich selbst sind, wird, denke ich deutlich!

„ Werde die Mutter für Dich selbst. Sehe Dich als Kind und gib Dir selber die Liebe einer Mutter. Dann langsam, sehe die ganze Welt als Dein Kind und behandle jeden mit der Liebe einer Mutter.“ Zitat von Paramahamsa Nithyananda.

Fühlen – dieser Zwiespalt zwischen Wollen und Verdrängen

Wir wollen uns alle gut fühlen, glücklich, geschützt und geliebt! Diese schönen Gefühle, die uns leicht werden lassen, durch die Woche tanzen und das Leben rundherum lebenswert erscheinen lassen. Dieser beinah ekstatische Zustand von Wohlgefühl rundherum, der Verliebtsein oder dem Urlaub zugeordnet wird. Beides Zustände, die den Alltag durchbrechen und immer mehr oder weniger deutlich zeitlich begrenzt sind.

Im Alltag schleichen sich schnell andere Gefühle ein, sei es durch den Kollegen/ die Kollegin, den Partner/ die Partnerin ausgelöst oder auch Nachrichten. Gefühle von Ärger oder Ohnmacht, denen man sich ausgesetzt fühlt, ohne zu verstehen, dass diese Gefühle ohne eigene innere Resonanzen nicht in einem entstehen würden.

Da diese unangenehmen Gefühle meistens nicht erwünscht sind, werden sie verdrängt. Diese verdrängten Gefühle sind nicht fort, sondern sie arbeiten im Untergrund weiter. Im Laufe der Zeit manifestieren sie sich dann in körperlichen Symptomen und Krankheiten, weil sie immer noch weiter verdrängt werden. Ist es dann richtig schlimm heißt es, ja ich habe mir diese Krankheit doch nicht ausgesucht!

DOCH – ist da meine Erwiderung, alle Vorläufer von Seele und Körper sind überhört und weiter verdrängt worden.

Eine wirklich sinnvolle Umgehensweise ist dann, sich der Ver- antwort- ung zu stellen und alle unangenehmen Gefühle an die Oberfläche zu holen, hoch aus der Versenkung!
Ich habe mich auf die Reise begeben, alle Gefühle die in mir entstehen, in genau diesem Moment anzunehmen, auch wenn es mal die anderen sind, wie Wut oder Trauer, Ärger und Verzweiflung. Auch alle Gefühle die in mir gespeichert sind und die ich angesammelt habe.

Diese Annahme geschieht durch das vollständige sich ausbreiten lassen des Gefühls und spüren was es in meinem Körper auslöst. Vielleicht erzeugt das Gefühl einen Schwindel, der den ganzen Körper ergreift und das Gefühle vom freien Fall aus größerer Höhe auslöst. Damit gehen dann schnell Ängste einher und es kommt zum inneren Tornado…..

Es kann auch zu bleiartiger Schwere mit Lähmungscharakter kommen und zu vielen anderen körperlichen Symptomen mehr.

Über die Technik mit dem Unterbewusstsein bewusst arbeiten zu können, BSFF, löse ich alle Gefühle auf, denn wenn ich sie zugelassen habe, dann ist es auch erlaubt sie aufzulösen. Auch alle mit den Gefühlen zusammenhängenden Ursachen und Probleme sind in diesem Zuge aufzulösen.

Damit erreiche ich eine vollständige Beruhigung des gesamten Nervensystems und der inneren Gefühlswelt. So steht mir die Brücke hin zu den positiven Gefühlen wieder offen und frei. Durch die Verbindung mit den inneren Ressourcen von Wohlgefühl, der Quelle der Selbstliebe, der Quelle der Herzensweisheit und vielen anderen inneren Quellen, komme ich schnell auf einen höheren Energielevel, mit dem die Anforderungen des Alltags sich immer leichter und einfacher lösen lassen.

Kriege- national und familiär

Kriege und Lust, was hat das miteinander zu tun? Eine ganze Menge, denn Kriege sind immer mit Sexualität verbunden. Sie werden genährt durch Triebe, die nicht befriedigt sind.

In diesem Fall kippt Sexualität in eine Form von destruktiver Aggression, die bestimmen, erobern, beherrschen oder auch nur noch zerstören will. Doch das was dahinter steht, die sexuelle Befriedigung, wird durch diese destruktiven Taten nicht erreicht. Ein Teufelskreis entsteht und das Leid zieht immer weitere Kreise. So sind Kriege, ob national oder familiär, nur ein Ausdruck von großer Hilflosigkeit und Ohnmacht in Bezug auf Sexualität und deren Befriedigung. Hilflosigkeit, Unwissenheit, sowie die grundsätzliche Erwartungshaltung, der andere sei verantwortlich für die eigenen Bedürfnisse, Bedürftigkeiten und auch deren Befriedigung, halten im Moment noch Kriegsschauplätze auf der Welt und in den Familien am Leben.

So kann jeder zum Weltfrieden beitragen, indem er Frieden in den Familien schafft, die Verantwortung für eigene Bedürftigkeiten und Bedürfnisse übernimmt und sich um sich selbst im besten Sinne der Selbstliebe kümmert. Denn erst wenn wir selbst uns lieben, können wir andere lieben, bzw. deren Liebe, die sie für uns empfinden spüren. Wenn wir selbst uns um uns kümmern auf allen unseren Ebenen, einschließlich der sexuellen Ebene, können Spannungen abgebaut werden, die ein konstruktives Miteinander sonst behindern.

Denn eigentlich sind wir alle hier, um das Leben in allen Facetten zu feiern, und damit könnten wir langsam mal anfangen. Also heraus aus kindlichem Trotz und Verletzungen- hinein in die Welt, die wir uns alle wünschen und selbst durch uns kreieren und aufbauen können!

D. Schröder

SO – LANGE oder wie ist das FRIEDEN

Solange wir vor der dunkelsten Dunkelheit in uns selbst flüchten – finden wir Flucht und Flüchtlinge im Aussen. Solange wir unsere Verletzungen weiterhin behalten wollen – finden wir Verletzungen im Aussen.

Solange wir unsere Weiblichkeit und Männlichkeit fortwährend demütigen – erhalten wir das Ungleichgewicht von Mann und Frau und deren Demütigung im Aussen. Solange wir den Krieg in uns und den Familien nähren und unsere Unverzeihlichkeit pflegen – solange sind wir alle an Kriegen im Aussen beteiligt und halten Sie am Leben.

Das Aussen ist immer der Spiegel für uns und das was wir in uns verändern können – damit sich das Aussen verändern wird.

JEDER FRIEDEN BEGINNT ZUERST UND AUSSCHLIEßLICH IN JEDERFRAU UND JEDERMANN SELBST ?

D.Schröder

Das Problem

Es war einmal ein Problem, das sehr unglücklich und traurig war, weil alle Menschen darüber schimpften und es verfluchten. Dabei fing alles so spannend an…

In der Problementstehungsfabrik hatte man ihm in der Endkontrolle gesagt, dass es eine großartige Bestimmung habe und den Menschen ganz besondere Momente in ihrem Leben bringen würde. Voller Freude und Tatendrang machte sich das Problem daran, die Menschenwelt zu besuchen.

Doch anfangs wollte es niemand beachten – es war noch zu klein, ein kleines Problemchen. Genährt durch das Verdrängen und Wegschieben der Menschen, wuchs es zu einem beachtlichen Problem heran. Jetzt wurde es beachtet, allerdings zog es auch schon den ersten Missmut auf sich. Und weiterhin weit und breit keine Sicht von besonderen Momenten, wie man es ihm vor einer Ewigkeit versprach. Es wuchs weiter und wurde größer und größer. Die Beschimpfungen der Menschen schlugen um in Resignation.

Bis eines Tages das Korsett der Resignation gesprengt wurde und ein junger Mann mit seinem Sohn das Problem betrachteten. „Das wird keine leichte Aufgabe.“, sagte der Mann zu seinem Sohn. „Da haben wir ja ein richtiges Problem, Paps, oder?“

„Lass dich davon nicht einschüchtern, mein Sohn. Ein Problem ist nichts weiter als eine Herausforderung, eine Aufgabe, die es zu lösen gilt – mehr nicht. Eine Hürde, die wir gemeinsam überspringen werden. Vielleicht müssen wir hierfür neue Sichtweisen und Standpunkte einnehmen, uns weiter entwickeln. Auf alle Fälle ist ein Problem für uns da.“
„Wie kann etwas für uns sein, wenn wir Schwierigkeiten damit haben?“

„Weil wir daran wachsen werden, mein Sohn. Und nachdem wir es bewältigt haben, werden wir anderen Menschen helfen können, wie sie solch ein Problem lösen können.“

Das Problem lauschte aus dem Hintergrund gespannt und freute sich darauf, dass nun endlich jemand den Mut fasste und sich seiner annahm.
„Weshalb bist du dir so sicher, Paps?“
„Wenn ein Problem gegen uns wäre, müsste es Contra-blem heißen – tut es aber nicht.“ zwinkerte er seinem Sohn zu.
Und das Pro-blem verstand nun, welche besonderen Momente es den Menschen brachte. Kleine Probleme versprachen kleine Entwicklungsschritte, große Probleme hingegen gingen einher mit großen Entwicklungen – und unser Problem hier war schon verdammt groß.

Von Mario A. Brakenwagen